Der Auswander-Leitfaden

Was beim Auswandern zu erledigen ist

Diese Reihenfolge gilt für jedes Zielland, und sie kostet nichts. Der häufigste Grund, warum Auswandern teurer wird als nötig, ist keine Gebühr und kein Umzugswagen – es ist die vertauschte Reihenfolge: erst kündigen, dann klären, ob man überhaupt einreisen und arbeiten darf.

  1. Aufenthaltsrecht klären, bevor irgendetwas gekündigt wird
  2. Dokumente beschaffen und, wenn nötig, beglaubigen lassen
  3. Die steuerliche Lage prüfen
  4. Krankenversicherung und Rente ordnen
  5. Konten, Verträge und Erreichbarkeit regeln
  6. Umzug, Zoll und der Dokumentenkoffer
  7. Abmelden in Deutschland
  8. Im Zielland ankommen
  9. Den Rückweg vorher durchdenken

Drei Irrtümer, die teuer werden

Die Abmeldung beim Einwohnermeldeamt beendet die Steuerpflicht nicht – ob die unbeschränkte Steuerpflicht endet, entscheidet sich nach Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt (§§ 8, 9 AO), und die Abmeldung gilt dabei nur als Indiz. Eine Meldeadresse, unter der niemand wohnt, hilft nicht, sondern ist eine bußgeldbewehrte Scheinanmeldung. Und eine Reisekrankenversicherung ersetzt keine dauerhafte Absicherung: Jahrespolicen gelten meist nur für Reisen bis sechs oder acht Wochen und setzen einen Wohnsitz in Deutschland voraus.

Was der Leitfaden zusätzlich leistet

Alles Vorige gilt für jeden – und bleibt genau deshalb allgemein. Der Leitfaden rechnet es auf einen Fall herunter: ein Zielland, die eigene Lage – Familienstand, Kinder, Beschäftigung, Umzugstermin – und daraus Fristen mit Datum, zuständige Stellen und Checklisten zum Ausdrucken. Zehn Kapitel von der Abmeldung über Visum und Aufenthaltstitel, Steuern und Sozialversicherung, Umzug und Übersiedlungsgut bis zum Ankommen und zur Rückkehr, dazu das Länderdossier.

Fristen und Zuständigkeiten sind Richtwerte. Was im Einzelfall gilt, sagt die zuständige Behörde – der Leitfaden sagt, welche das ist und wonach zu fragen ist.