Kultur und Alltag in Uruguay
Das säkularste Land Lateinamerikas – Kirche und Staat sind seit über hundert Jahren strikt getrennt. Der Ton ist unaufgeregt und egalitär, und ohne Mate-Thermoskanne unterm Arm erkennt man dich sofort als Zugezogenen.
Was gut ankommt
- Mate-Etikette lernen: nicht rühren, nicht „danke" sagen (heißt „fertig")
- Understatement pflegen – Uruguay mag es leise
- Asado-Einladungen heiligen
Was man besser lässt
- Uruguay als „kleines Argentinien" bezeichnen
- Mit Reichtum protzen
- Fußball-Kompetenz anzweifeln
Kennenlernen, Freundschaft, Familie
Liberal und entspannt: Ehe für alle seit 2013, Zusammenleben ohne Trauschein normal, niemand fragt nach der Kirche. Familien sind eng, aber nicht kontrollierend.
Verständigung
- Sprachen: Spanisch
- Reicht Englisch?: Im Alltag meist ja
Regeln, die überraschen
- Cannabis: Staatlich legalisiert – aber nur für registrierte Einwohner über Apotheken/Clubs; für Neuankömmlinge erst nach Wohnsitz + Registrierung.
- Alkohol: Ab 18, liberal; null Toleranz am Steuer (0,0 ‰).
Gesellschaft
Ehe für alle seit 2013, fortschrittliche Trans-Gesetze; Asado-Kultur – vegan nur in Montevideo gut machbar.