Kultur und Alltag in Türkei
Gastfreundschaft ist Ehrensache: Ohne Çay beginnt kein Gespräch, ohne Einladung endet keine Woche. Familie und Respekt vor Älteren tragen den Alltag; Istanbul und die Küsten sind spürbar liberaler als Anatolien.
Was gut ankommt
- Çay annehmen – immer, überall
- Ältere mit „Abi/Abla" (großer Bruder/Schwester) ehren
- Schuhe an der Wohnungstür ausziehen
Was man besser lässt
- Atatürk oder die Nation herabsetzen (strafbar!)
- Im Ramadan demonstrativ tagsüber essen (regional sensibel)
- Politik (Kurdenfrage, Regierung) im Smalltalk aufmachen
Kennenlernen, Freundschaft, Familie
Von modern-urban bis traditionell-arrangiert liegt alles nah beieinander. Die Familie lernt Partner früh kennen, Hochzeiten sind Großereignisse – in Istanbul datet die junge Szene längst per App.
Verständigung
- Sprachen: Türkisch
- Reicht Englisch?: Im Alltag meist ja
Regeln, die überraschen
- Meinung & Internet: Beleidigung von Präsident, Staat oder Atatürk ist strafbar – auch Social-Media-Posts aus der Vergangenheit; Verfahren gegen Ausländer kommen vor.
- Drogen: Deutlich strenger als bei uns – schon Besitz kleiner Mengen kann Haft bedeuten.
- Alkohol: Legal, aber hoch besteuert; Ladenverkauf 22–6 Uhr verboten, in konservativen Vierteln dünnes Angebot.
Gesellschaft
Homosexualität legal, aber Pride-Verbote und Stigma; Meze-Küche bietet viel Veganes (auf Joghurt/Butter achten).