Kultur und Alltag in Südafrika
Numbeo gibt Kapstadt 26 von 100 Sicherheitspunkten, die Mordrate lag 2025/26 bei 36,6 pro 100.000 – man verriegelt die Autotür an jeder Ampel. Dafür ist Load Shedding seit Mai 2025 Geschichte, Glasfaser liegt im Haus, und das Leben findet draußen statt.
Was gut ankommt
- Verriegle die Autotür, auch im Stau.
- Weise 37.000 Rand Monatsrente fürs Visum nach.
- Sag Ja zur Braai-Einladung am Samstag.
Was man besser lässt
- Lauf nachts nicht allein durch die Stadt.
- Verlass dich nicht auf staatliche Kliniken.
- Mach Apartheid nicht zum Small-Talk-Thema.
Kennenlernen, Freundschaft, Familie
Der Himmel ist hier größer. Tafelberg vor der Tür, Wale in der Walker Bay, im Juli Feuer im Kamin – und in Kapstadt und KwaZulu-Natal eine deutsche Gemeinde, die seit über 150 Jahren da ist: Kirche, Schule, Chor, alles auf Deutsch.
Verständigung
- Sprachen: Englisch, Afrikaans, isiZulu, isiXhosa
- Reicht Englisch?: Im Alltag meist ja
Regeln, die überraschen
- Sicherheit: Numbeo setzt den Safety Index auf 25 von 100, die Mordrate liegt bei rund 38 je 100.000 Einwohner. Wohnen hinter Zaun, kein Bargeld zeigen und nachts nicht zu Fuß gehören zum Alltag.
- Visum: Arbeitsvisum nur mit Vertrag und Beruf auf der Critical Skills List, Ruhestand ab 37.000 Rand gesichertem Monatseinkommen. Ein Touristenvisum lässt sich im Land nicht umwandeln.
- Gesundheit: Das staatliche Gesundheitssystem ist überlastet, faktisch braucht man eine private Medical-Aid-Mitgliedschaft. Für das Visum ist ein Nachweis über Krankenversicherungsschutz Pflicht.
- Steuern: Wer steuerlich ansässig wird, versteuert sein Welteinkommen in Südafrika. Nötig ist eine Registrierung bei SARS, daneben greift das Doppelbesteuerungsabkommen mit Deutschland.
- Strom: Load Shedding ruht: Mai 2026 war erstmals seit 2018 ein volles Jahr ohne Abschaltung vorbei. In überlasteten Vororten gibt es weiter Lastreduktion, und Eskom schließt Rückfälle nicht aus.
Gesellschaft
Offene, vielsprachige Gesellschaft mit sehr liberaler Verfassung, gleichgeschlechtliche Ehe seit 2006. Zugleich die weltweit größte Einkommenskluft, über 30 Prozent Arbeitslosigkeit und eine Kriminalität, die den Alltag prägt.