Kultur und Alltag in Philippinen
Auf den Philippinen wird selten direkt Nein gesagt – ein „vielleicht später" heißt meist Absage, und wer das nicht hört, wartet ewig. Dafür sprechen fast alle Englisch: Behördengang, Arzt und Mietvertrag laufen ohne Sprachkurs.
Was gut ankommt
- Ältere mit „po" und „opo" ansprechen
- Absagen indirekt und freundlich formulieren
- Einladungen zur Fiesta annehmen
Was man besser lässt
- Niemanden vor anderen bloßstellen
- Nicht auf die Minute pünktlich erwarten
- Über Religion und Familie keine Witze machen
Kennenlernen, Freundschaft, Familie
Die Wärme ist echt: Fremde helfen beim Umsteigen, Nachbarn bringen Essen vorbei, dein Kind wird überall durchgefüttert. Dazu 7.000 Inseln, warmes Meer das ganze Jahr und Preise, bei denen eine deutsche Rente weit reicht.
Verständigung
- Sprachen: Filipino, Englisch
- Reicht Englisch?: Im Alltag meist ja
Regeln, die überraschen
- Drogen: Auf Drogenbesitz stehen lebenslange Haft und hohe Geldstrafen. Auch kleine Mengen sind keine Bagatelle, und Polizeieinsätze gegen Drogen verlaufen seit Jahren immer wieder tödlich.
- Reisewarnung für Mindanao: Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen in weite Teile Mindanaos und der Sulusee, weil Abu Sayyaf dort entführt und tötet. Ausgenommen sind Davao City sowie Camiguin, Dinagat und Siargao.
- Jährliche Ausländermeldung: Wer mit ACR-I-Card registriert ist, muss sich jedes Jahr zu Jahresbeginn persönlich bei der Einwanderungsbehörde melden (Annual Report). Fristen und Gebühr stehen auf immigration.gov.ph.
- Taifune und Naturgefahren: Von Juni bis Dezember ist Taifunsaison: Stromausfälle, gestrichene Flüge und Überschwemmungen gehören dazu. Wer auf einer Insel lebt, braucht Vorräte und eine Ausweichunterkunft.
- Steuern auf Auslandseinkommen: Ausländer versteuern hier im Kern nur philippinische Einkünfte; der Tarif beginnt bei 15 Prozent oberhalb 250.000 Pesos im Jahr. Zur deutschen Rente vorher steuerlich beraten lassen.
Gesellschaft
Katholisch geprägt, familienzentriert und ausgesprochen gastfreundlich; Englisch ist Amtssprache, deshalb fällt der Alltag Deutschen leicht. Pressefreiheit: RSF 2026 Platz 114 von 180 mit 46,79 Punkten — Journalisten leben hier gefährlich.