Kultur und Alltag in Italien
Beziehungen öffnen Türen, die Formulare verschließen – ohne persönlichen Draht läuft wenig. Gegessen wird spät, gestikuliert immer, und „domani" ist eine Richtung, kein Versprechen.
Was gut ankommt
- In Beziehungen investieren – sie sind die Währung
- Bella figura pflegen: Auftreten zählt
- Espresso im Stehen an der Bar trinken
Was man besser lässt
- Cappuccino nach 11 Uhr bestellen (man verzeiht es Touristen)
- Pasta schneiden oder Parmesan auf Fisch
- Ämter ohne Geduld und Beziehungen angehen
Kennenlernen, Freundschaft, Familie
Große Gesten, schnelle Nähe, viel Familie: Wer datet, lernt bald Mamma kennen. Viele wohnen bis zur Hochzeit bei den Eltern – nicht aus Unselbstständigkeit, sondern Kultur (und Mieten).
Verständigung
- Sprachen: Italienisch
- Reicht Englisch?: Im Alltag meist ja
Regeln, die überraschen
- Cannabis: Besitz kleiner Mengen ist Ordnungswidrigkeit (Führerscheinentzug möglich!), „Cannabis light" (CBD) frei verkäuflich.
- Benehmen: Viele Städte ahnden Sitzen/Essen an Monumenten und knappe Kleidung in Kirchen mit Bußgeldern.
Gesellschaft
Nur eingetragene Partnerschaft; Tattoos völlig normal; Pasta/Pizza lässt sich gut veganisieren, viele Bio-Läden.