Kultur und Alltag in Georgien
Gäste gelten als Geschenk Gottes – eine Supra-Festtafel mit Trinksprüchen kann Stunden dauern und ist kaum abzulehnen. Die orthodoxe Kirche hat großes Gewicht; das Land ist konservativer, als die Szeneviertel von Tiflis vermuten lassen.
Was gut ankommt
- Bei der Supra dem Tamada (Tischmeister) folgen
- Gastgeschenke und Gegeneinladungen pflegen
- Kirchen mit bedeckten Schultern betreten
Was man besser lässt
- Beim Wein kneifen – aber Grenzen höflich setzen
- Russland-Georgien-Themen locker anreißen
- Öffentlich LGBTQ+-Sichtbarkeit erwarten – konservatives Klima
Kennenlernen, Freundschaft, Familie
Traditionell: Familie und Kirche reden mit, Hochzeiten sind früh und groß. Tiflis hat eine junge, liberale Szene – auf dem Land gelten die alten Regeln.
Verständigung
- Sprachen: Georgisch
- Reicht Englisch?: Im Alltag meist ja
Regeln, die überraschen
- Cannabis: Konsum ist per Verfassungsgericht straffrei (als eines von wenigen Ländern weltweit) – Anbau und Verkauf bleiben illegal.
- Alkohol: Weinland mit tiefer Trinkkultur; bei der Supra höflich mithalten oder charmant ablehnen.
Gesellschaft
„LGBT-Propaganda“-Gesetz seit 2024; orthodoxe Fastenküche macht vegan überraschend einfach (Lobio, Pkhali).